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Ausbildung zum/zur Anti- Gewalt- Trainer/in / Konfrontativen Ressourcen- Trainer/in

Das Anti- Gewalt- Training bzw. Konfrontative Ressourcen- Training ist eine sozialpädagogische und psychologische Interventionsform. Das Training basiert auf aggressions- und kriminalitätstheoretischen Erkenntnissen und lerntheoretisch- kognitiven Grundannah- men. Das Anti- Gewalt- Training ist ein deliktspezifisches Programm zur Behandlung von jugendlichen und erwachsenen Wiederholungstäter/innen, die als gewaltbereit einzuschätzen sind. Die konfrontative Grundhaltung des Anti- Gewalt- Trainings kann auch für die Umsetzung in sozialen Trainingskursen wie dem Konfrontativen- Ressourcen- Training angewandt werden.

Das Anti- Gewalt- Training ist eine Weiterentwicklung des Anti- Aggressivitäts- Trainings, das seit Ende der 80er Jahre in unterschiedlichen pädagogischen Handlungs- feldern durchgeführt wird und eine hohe Effizienz im ambulanten, schulischen und stationären Kontext aufweist.

Das besondere Profil der AGT/KRT- Ausbildung besteht in der Ergänzung des konfrontativen Ansatzes durch eine ressourcenorientierte Perspektive: die Lebensumstän- de der Betroffenen werden wertgeschätzt, persönliche Ressourcen herausgearbeitet und Anstöße zu einer sinnvollen Lebensführung entwickelt.

Ziele

Die Zusatzqualifikation befähigt zur Verantwortlichen fachlichen Leitung von Anti- Gewalt- Trainings und Konfrontativen- Ressourcen- Trainings. Sie vermittelt insbeson- dere:

  • Wissen zu psychologischen und soziologischen  Aspekten von Gewalt

  • Techniken und Methoden im Umgang mit Gewalt, u.a. der konfrontative und wertschätzende "heiße Stuhl", Biographie- und Lebensflussarbeit, die Gerichtsverhandlung, die Zwei- Drei- Wege- Technik, die Ressourcensitzung, die Täter- und Opferwürdigung

  • Stärkung der persönlichen Kompetenzen als Trainer/in und der Fähigkeit zur Selbstbehauptung

  • Handlungskompetenzen für das eigene berufliche Feld mit individueller Konzeptberatung

Zielgruppen

Pädagogische Fachkräfte aus Jugendarbeit, Schule, Jugendge- richtshilfe und anderen Feldern der Sozialen Arbeit, mit pädagogischer Grundausbildung, i.d.R mindestens 3 Jahren Berufserfahrung, psychischer Stabilität sowie der Bereitschaft zur Selbst- erfahrung

Inhalte

  • psychologische und soziologische Aspekte von Gewalt 

  • individuelle und gruppenspezifische aggressionsauslösende Faktoren ´ Auseinandersetzung des Täters mit seinem Selbstbild und seinem aggressiven Potenzial ´ Erlernen konfrontativer Techniken mit dem Ziel, die "harte

  • Schale" von Rechtfertigung und Neutralisierung zu durch- brechen und den Boden für echte Veränderung zu bereiten

  • Erlernen von Methoden, Täter/innen mit dem Leid ihrer Opfer zu konfrontieren, um echtes Opfermitleid zu erzeugen und den Prozess der Tataufarbeitung zu begleiten

Struktur: Die Ausbildung umfasst 23 Tage, aufgeteilt in 7 Seminare.

Beginn: Montag, 8. - Mittwoch, 11. November 2010 

Ende: Donnerstag, 19. - Samstag, 21. Januar 2012

Abschluss 

Zertifikat als "Anti- Gewalt- Trainer/in und Konfrontative/r Res- sourcentrainer/in" des Instituts für Jugendarbeit Gauting

Verantwortlich: Dr. Ralph Neuberth

Referent/innen: Christoph Budde, Dipl.- Sozialpädagoge (FH), Anti- Aggressi- vitätstrainer® (Kursleitung) Ute Kolb, Dipl.- Sozialpädagogin (FH), Systemische Paar- und Famili- entherapeutin, Anti- Aggressivitätstrainerin  Dieter Oelhaf, Dipl.- Sozialpädagoge (FH), Anti- Aggressivitätstrainer®, Trainer für Peer- Mediaton und PART, Prof. Dr. Günther Schatz, Kath. Stiftungsfachhochschule München, Abtei- lung Benediktbeuern

Beitrag: 3.180 Euro – Für Mitarbeiter/innen der Jugendarbeit in Bayern (§§11- 14 KJHG) ermäßigt auf 2.900 Euro.

Infoabend: Donnerstag, 8. Juli 2010, ab 17.00 Uhr (Bitte um Anmeldung bis 1. Juli 2010)

Ausführliche Informationen und Bewerbungsunterlagen unter tierling@institutgauting.de

 

 

 

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