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Ausbildung
zum / zur Mediator/in (BM)
Schwerpunkt:
interkulturelle Kontexte
Was
haben Meditation und Mediation
gemeinsam? Sie machen das Leben leichter – die eine ohne, die andere mit
Worten…
Kommunikation
– verbal wie nonverbal – geht oft einher mit Missverständnissen. Meist
werden diese gar nicht bemerkt, manchmal sind sie scheinbar kaum zu klären.
Dabei gilt es überall dort, wo Menschen aufeinander treffen, Interessen
auszuhandeln: ob in Schule und Beruf, in Jugendtreff und Freizeit, in Familie,
Freundeskreis und auch im Stadtteil.
Mediation
ist eine Methode für die Moderation solcher Aushandlungsprozesse.
Sie setzt Freiwilligkeit und das Interesse an Veränderung bei den Beteiligten
voraus. Der Mediator / die Mediatorin ist dabei allparteilich und für den
Prozess verantwortlich – nicht aber für die Lösung. Der erste Schritt einer
Mediation ist die Suche nach auslösenden Faktoren für das Verhalten der
Beteiligten, um im zweiten Schritt die Missverständnisse erhellen zu können.
Im dritten Schritt werden passende Lösungen ins Spiel gebracht und eine „win-win-Situation“
erarbeitet.
In
einer durch Migration und Globalisierung geprägten Gesellschaft kommt es
zunehmend zu Aushandlungssituationen, in denen kulturelle Zugehörigkeiten (wie
Berufskulturen, Nationalitäten, Ethnien, Religionen, Wertesysteme) eine Rolle
spielen. Häufig sind kulturelle Differenzen nicht die eigentlichen Ursachen für
Missverständnisse. Sie beinflussen aber den Verlauf und die Schärfe der
Auseinandersetzung und müssen bei der Bearbeitung berücksichtigt werden. Wer
das lernen möchte, ist in dieser Ausbildung genau richtig!
Keiner
ist allein für ein Problem verantwortlich, doch alle für die gute Lösung: das
aktive Einbinden aller Beteiligten in die Aushandlungsprozesse macht das Leben
leichter und führt zu einer großen Zufriedenheit für alle Gewinnenden!
Inhalte
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Konfliktanalyse
und Konfliktdynamik
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Rahmenbedingungen,
Phasenmodelle und Methoden der Mediation
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Gesprächsführung
in unterschiedlichen Beratungssettings
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Interkulturelle
Aspekte, Umgang mit Differenzen und Machtasymmetrien
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Implementierung
von Konfliktmanagementsystemen
Kompetenz
gewinnen:
Kurzvorträge,
Gruppen- und Einzelarbeit, szenische Simulationen und Übungen vermitteln
interkulturelle und mediative Fachkompetenz, Einfühlungsvermögen und
Perspektivenwechsel.
Praxis
verändern:
Praxisprojekte
in Kleingruppen sind fester Bestandteil der Ausbildung.
Sicherheit
erlangen:
Der
erste eigene Mediationsfall wird in der Ausbildung individuell fachlich
begleitet.
Zertifizierung:
Die
Ausbildung entspricht den Richtlinien des Bundesverbands Mediation (BM) und
schließt mit gemeinsamem Zertifikat vom Institut für Jugendarbeit und inmedio ab. Das Zertifikat
und vier dokumentierte Fallarbeiten ermöglichen die Anerkennung als Mediator/in
(BM).
Nutzen
Die
etablierte Ausbildung vermittelt umfassende Mediations-, Kommunikations- und
Prozessmanagement-Kompetenzen. Diese werden wie ein Zopf kontinuierlich mit
interkulturellen Themen verflochten
und eröffnen so breit gefächerte Anwendungsmöglichkeiten.
Verbände,
Organisatione und kommunale Träger
können Mitarbeitende aus den eigenen Reihen ausbilden lassen, um professionelle
Unterstützung bei (interkulturellen) Aushandlungs- und Vermittlungsprozessen in
Einrichtungen, Diensten oder für die Kommune anbieten und etablieren zu können.
Ähnlich
wie ein Stein, der ins Wasser fällt, zieht auch Mediation immer weitere Kreise.
Ist Konfliktmoderation oft der Ausgangspunkt, so entsteht durch den
Perspektivenwechsel Platz für Neues: es folgen Veränderungen im Miteinander
eines Teams ja, sogar einer ganzen Organisation.
Zielgruppe
Multiplikatoren/innen
der Kinder-, Jugend- und Sozialarbeit, von Migrationsdiensten, Initiativgruppen
und Vereinen, die in interkulturellen Kontexten arbeiten und/oder die
Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit der interkulturellen Thematik mitbringen
Umfang:
Die
Ausbildung umfasst insgesamt 27 Tage, verteilt auf 8 Seminare und drei
Kalenderjahre.
Verantwortlich
Ina Benigna Hellert
Kooperation
„inmedio“
– Institut
für Mediation, Beratung, Entwicklung
Ausbilder
Bernd
Fechler, Dipl.-Pädagoge, Mediator und Ausbilder für Mediation (BM),
Interkultureller Trainer
Trainer/in
Lars
Hofmann, Dipl.-Sozialpädagoge (FH), Mediator (BM), Steuerfachgehilfe
Angelika
M. Preuss, Mediatorin (BM), interkulturelle Trainerin, Business Coach
Ljubljana
Wüstehube Gestalt-Psychotherapeutin, Ausbilderin für Mediation (BM/BMWA),
Organisationsberaterin
Beginn
08.-11. Dezember
2010
Ende
14.-16. Mai 2012
Beitrag:
3.900
Euro (incl. Unterkunft/Verpflegung und Seminargebühren); 3.500 Euro für
Teilnehmende aus der Jugendarbeit (§11-14 KJHG)
Info-Nachmittag
für Interessierte:
Donnerstag,
21. Oktober 2010 um 18 Uhr im Institut für Jugendarbeit
(aus
organisatorischen Gründen freuen wir uns über eine formlose Anmeldung unter wolleschak@institutgauting.de)
Ausführliches
Konzept
mit Bewerbungsbogen bitte anfordern: wolleschak@institutgauting.de
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