20. Gautinger Internettreffen

#20JahreGIT - (Medien-)Pädagogik für eine digitalisierte Gesellschaft

Dienstag, 26. März 2019 | 10:00 Uhr bis
Mittwoch, 27. März 2019 | 16:00 Uhr

Bei Jubiläen ist es gute Tradition, nach vorne wie auch zurück zu blicken. Die gesunde Mischung aus Resümee und Ausblick ermöglicht eine aktuelle Standortbestimmung, eine Einschätzung des Status Quo und eine Vorbereitung auf anstehende Herausforderungen.

So stellen sich auch bei unserer Tagung, die zum 20. Male stattfindet, einige Fragen:

• Was hat sich in den letzten 20 Jahren getan, welche Aufgaben liegen vor uns?
• Wie wirken sich die technologischen Veränderungen und die Digitalisierung unserer Gesellschaft auf die Bereiche Bildung, Pädagogik und Jugendarbeit aus?
• Wie hat sich durch die Mediatisierung das Zusammenleben verändert?
• Was braucht es an Wissen, Handeln und Kompetenzen für Kinder und Jugendliche?
• Läuft der Prozess der Medienaneignung komplett an den Erziehungsinstitutionen wie Familie, Schule und Jugendarbeit vorbei?
• Wie können wir in diesem Prozess Akteure sein und nicht nur Anwender?

Zeitgemäße Medienbildung bedeutet nicht, dass bisherige Inhalte und Formate einfach digital verpackt werden, sondern dass sich die Art des Lehrens und Lernens, der Kommunikation, der Partizipation und der Selbstdarstellung grundlegend verändert haben.

Vor 20 Jahren gab es noch kein Smartphone, ohne das der heutige Alltag unvorstellbar ist, eine Internetverbindung war lähmend langsam, und auch Angebote wie Facebook, WhatsApp und YouTube wurden deutlich später als unser Internettreffen geboren.

Die Zeit der Bewegungen von unten scheint vorbei, die großen Tech-Firmen inszenieren alle Entwicklungen als top-down Angebote. Während die Big Five aus den USA noch immer Freiheitsversprechen propagieren, werden datengetriebene Gesellschaftsmodelle, wird social scoring bereits global Realität. Ein kybernetischer Albtraum droht wahr zu werden – aus demokratischer Sicht.

Angesichts dieser Entwicklungen ist eine aktuelle Definition von Medienkompetenz gefragter denn je. Digitale Selbstbestimmung und Handlungsfreiräume sind notwendige Ziele von Medienpädagogik.

Das Zusammenspiel von Internetwirtschaft und staatlichen Regulierungen setzt den Rahmen, aber die Ziele, Inhalte und Methoden der Medienpädagogik entscheiden, ob der Faktor „Mensch“ dabei aktiver Gestalter ist und ob er die notwendigen Kompetenzen erworben hat. Und dabei stellt sich nicht nur die Frage nach Inhalten, sondern auch nach Strukturen: Wie kann (Medien?)Pädagogik für eine digitalisierte Gesellschaft gelingen?

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