21. Gautinger Internettreffen

Medien. Pop. Kultur. Zum Einfluss von Kinder- und Jugend-Trends auf die pädagogische Arbeit

Dienstag, 24. März 2020 | 11:00 Uhr bis
Mittwoch, 25. März 2020 | 16:00 Uhr

Ob Filme, Serien oder Games: Erfolgreiche Medienproduktionen sind stets auch popkulturelle Events, die die Kinder- und Jugendkultur enorm beeinflussen. Einige Hypes verschwinden rasch wieder, andere Figuren genießen jahrelange Popularität. Klassiker wie „Star Wars“, „Super Mario“ und „Marvels Superhelden“ kennen viele Erwachsene noch aus ihrer Kindheit. Bei der jungen Generation spielen verständlicherweise auch neuere Angebote wie „Fortnite“ und „Die Eiskönigin“ eine bedeutende Rolle. Gemeinsam ist all diesen Marken und Figuren, dass sie crossmedial verbreitet und vermarktet werden und dass die Medienereignisse mithilfe der flankierenden Merchandising-Produkte zu allumfassenden Hypes werden.

Hinzu kommen Social-Media-Stars und Influencer, die in den Kinder- und Jugendzimmern omnipräsent sind und als Vorbilder und Rollenmodelle fungieren, wenngleich mit oft zweifelhaften Intentionen. Die mediale Beeinflussung betrifft also Meinungen und Einstellungen ebenso wie das Konsum- und Kaufverhalten.

Gravierende Veränderungen finden auch auf technischer Ebene statt: Neue Geräte (z.B. Smart-Phones & -Watches) und Plattformen (Netflix, Spotify, Steam) bestimmen das Mediennutzungsverhalten, der Verkauf von Datenträgern wurde durch Downloads und Streams abgelöst. Daraus ergeben sich nicht nur für die Pädagogik, sondern auch für den Kinder- und Jugendmedienschutz und die Regulierungsorgane stets neue Herausforderungen. Können nationalstaatliche Kontrollversuche in Zeiten globaler Vertriebswege überhaupt noch Wirksamkeit entfalten? Oder muss der Jugendmedienschutz politisch ganz neu definiert werden?

Inhalte

Wir werden erörtern, welche Folgen sich daraus für die pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ergeben:
– Kommt der Kinder- und Jugendarbeit die Rolle einer bedeutenden Schnittstelle zu, um die wachsende Kluft zwischen schulischem Leben und der alltäglichen Mediennutzung zu verringern?
– Wie lassen sich intergenerative Differenzen überwinden?
– Wie können die Möglichkeiten der aktiven Medienarbeit genutzt werden, um die neuen Entwicklungen konstruktiv aufzugreifen?

Methoden

Mit diesen Fragen und Themen setzen wir uns beim 21. Gautinger Internettreffen auseinander und versuchen, im bewährten Mix aus theoretischen Impulsen und praktischen Handlungsanleitungen wertvolle Anregungen für den pädagogischen Alltag zu vermitteln.

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