Jugendarbeit schafft sichere Orte!

Schutzkonzepte zur Prävention sexueller Gewalt in Organisationen der Jugendarbeit

VI. Ausbildungsgang
November 2020 | Oktober 2021

Das Seminar findet als Präsenzveranstaltung statt.

Jugendarbeit lebt von freiwilligem Engagement und Offenheit. Sie bietet Nähe,
Vertrautheit und Spaß an gemeinsamen Unternehmungen. Sie ist ein Ort, an dem
junge Menschen wertvolle Erfahrungen sammeln und ihre Persönlichkeit entwickeln
können. Jugendarbeit soll ein sicherer Ort sein, an dem Mädchen und Jungen bestmöglich vor Grenzverletzungen, Übergriffen und sexueller Gewalt geschützt sind. Deshalb ist die Prävention sexueller Übergriffe in diesem Arbeitsfeld eine zentrale Aufgabe. Das Bundeskinderschutzgesetz fordert eine kontinuierliche Qualitätsentwicklung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen.
Schlüssel dazu ist die Entwicklung von Schutzkonzepten – also von auf die jeweilige Organisation abgestimmten „Maßnahmepaketen“ zur Prävention sexueller Gewalt.

Grundlagen
• Fachwissen Sexuelle Gewalt: Begriffe und Definition, Erscheinungsformen, Täterstrategien, fachlich-pädagogische Handlungsmöglichkeiten
• Gesetzliche Anforderungen durch das Bundeskinderschutzgesetz
Organisation und Analyse
• Grundlegendes Organisationswissen: Strukturen, Abläufe, Kultur der Organisation
• Analyse von Schutz- und Risikofaktoren auf verschiedenen Ebenen der Organisation
Beratung und Kooperation
• Gestaltung von Beratungsprozessen in Organisationen
• Kindeswohlgefährdung – Aufgaben des öffentlichen Trägers und Akteure im Hilfesystem
Sexualisierte Peergewalt
• Sexuelle Übergriffe durch Kinder und Jugendliche
• Sexuelle Gewalt mittels digitaler Medien
• Sexualpädagogische Kompetenz im Kinderschutz
Handlungssicherheit im Krisenfall
• Umgang mit dem Vorwurf sexueller Übergriffe
• Umgang mit nicht-aufklärbaren Fällen, Aufarbeitung
• Sexualstrafrecht

Termine:
Modul 1: 23. – 25. November 2020
Modul 2: 25. – 27. Januar 2021
Modul 3: 08. – 10. März 2021
Modul 4: 10. – 12. Mai 2021
Modul 5: 28. – 30. Juni 2021
Modul 6: 07. – 08. Oktober 2021

Beginn am ersten Tag um 14 Uhr, Ende am letzten Tag i.d.R. um 15 Uhr

Ziele

Die Teilnehmenden lernen die zur Erarbeitung und Implementierung eines Schutzkonzepts notwendigen Prozesse sachkundig zu beraten und zu begleiten. Diese Beratung kann sich sowohl auf die eigene als auch auf andere Organistaionen beziehen.

Nutzen für die Teilnehmer_innen
Erwerb fachlicher Kompetenzen zur (Weiter-) Entwicklung passgenauer Schutzmaßnahmen in Organisationen, für Fachberatung (nicht für Therapie!)
und zum Angebot von Fortbildungen in Organisationen.

Praxisprojekte
In Umsetzungsprojekten wenden die Teilnehmenden das Gelernte an und entwickeln passende Schutzmaßnahmen in der eigenen Organisation bzw. in ihrem Arbeitsfeld. Dabei werden sie von der Ausbildungsleitung kontinuierlich begleitet und unterstützt.

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