Jugendbeteiligung kompetent gestalten

Ausbildung zur Prozessmoderation für Kinder- und Jugendbeteiligung

Dezember 2020 | November 2021

Das Seminar findet als Präsenzveranstaltung statt.

Kinder und Jugendliche sind Expert_innen in eigener Sache, können sich eine Meinung bilden und Entscheidungen treffen – wenn Erwachsene sie lassen!

Ob im Jugendzentrum, im Verband oder der Kommune: Jugendarbeit soll an den Interessen der jungen Menschen anknüpfen, von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden und sie u. a. zu gesellschaftlicher Mitverantwortung anregen – so lautet der gesetzliche Auftrag an Jugendarbeit (§11 SGB VIII).
Das ist leichter gesagt als getan, denn für die Umsetzung ziehen viele Beteiligte an einem Strang: politische Entscheidungs-träger_innen vor Ort, die Jugendlichen und letztlich auch die pädagogisch Verantwortlichen.

Die Ausbildung vermittelt neben Planung, Methodenvielfalt und Moderation von Beteiligungsprozessen auch den Blick für notwendige Strukturen und Rahmenbedingungen für „echte“ Mitbestimmung von jungen Menschen. In sechs Seminaren vertiefen die Teilnehmenden ihr Wissen und erproben Moderationstechniken. Sie lernen, eine breite Allianz von Beteiligungsbegeisterten zu organisieren. Dabei setzen sie die vermittelten Methoden direkt im pädagogischen Alltag um. Entwicklung und Realisierung eines eigenen Praxisprojekts werden von den Trainerinnen intensiv begleitet.

Inhalte

• Grundlagen der Kinder- und Jugendbeteiligung (fachlich, rechtlich, politisch)
• Der Dreiklang gelingender Partizipation: Haltung, Struktur und Methodik
• Planung von Beteiligungsprozessen: strukturelle Voraussetzungen, Strategien & Vernetzung für nachhaltige Kinder- und Jugendbeteiligung kennen und schaffen
• partizipative Sozialraumerkundung und Bedarfsanalyse
• altersgerechte Methoden, Visualisierung und Präsentation von Beteiligungsprojekten
• Methoden-Fokus: e-Partizipation
• Interventionen im Gruppenprozess, Konfliktmoderation
• Handlungsempfehlungen für Kommunen und Einrichtungen
• Qualität sichern: Evaluation & Dokumentation, Öffentlichkeitsarbeit & Fundraising

Ziele

Teilnehmende lernen Partizipationsprozesse zu initiieren und professionell zu gestalten. Sie sind in der Lage, Partizipation in ihren Kommunen, Organisationen und Einrichtungen zu stärken und strukturell zu verankern.

Methoden

Kurzvortrag, Gruppenarbeit, große und kleine Methoden der Partizipation (u.a. Zukunftswerkstatt, Pro Action Café, Ideenfindungs- und Problemlösungs-Formate), Handwerk der Kartenmoderation, Konfliktmoderation, E-Partizipation; Vertiefungstexte und Online-Materialien zur eigenen Vor- und Nachbereitung; individuelles Praxisprojekt zur Umsetzung im eigenen Arbeitsfeld

Umfang & Termine
18 Tage, verteilt auf sechs Seminare und zwei Kalenderjahre

1. Modul: 14.-16. Dezember 2020 (Mo-Mi)
2. Modul: 01.-03. Februar 2021 (Mo-Mi)
3. Modul: 17.-19. Mai 2021 (Mo-Mi)
4. Modul: 08.-10. September 2021 (Mi-Fr)
5. Modul: 13.-15. Oktober 2021 (Mi-Fr)
6. Modul | Abschluss: 24.-26. Nov. 2021 (Mi-Fr)

Die Seminartage beginnen am ersten Tag um
11 Uhr und enden am dritten Tag um 16 Uhr.

Zertifizierung
Bei erfolgreichem Abschschluss mit Umsetzung des Praxisprojekts und schriftlichem Reflexionsbericht verleihen das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. (DKHW) und das Institut für Jugendarbeit das bundesweit anerkannte Zertifikat „Prozessmoderator_in für Kinder- und Jugendbeteiligung“.

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