Prävention sexueller Gewalt in der Jugendarbeit – Entwicklung schützender Strukturen

Sechsteilige Qualifizierungsreihe

III. Ausbildungsgang
Oktober 2013 | September 2014

Prävention sexueller Gewalt und die Entwicklung von Standards zum Kinderschutz sind für die Jugend(verbands-)arbeit ein zentrales Thema. Mit dem im Januar 2012 eingeführten Bundeskinderschutzgesetz sind diese Standards zur Pflicht geworden. Die Qualifizierungsreihe unterstützt durch zentrales Wissen zum Themenfeld sowie ein spezifisches Handlungskonzept, wie in Organisationen der Jugendarbeit mit ihren pädagogischen Prinzipien und Aufgaben, Strukturen und Entscheidungsprozessen Schutzmaßnahmen strukturell verankert und abgesichert werden können. Praxisbeispiele werden präsentiert und Materialien zur Verfügung gestellt. In Umsetzungsprojekten wenden die Teilnehmenden das Gelernte an und entwickeln „maßgeschneiderte“ Präventionsmaßnahmen in ihrer Organisation bzw. ihrem Arbeitsfeld. Dabei werden sie von der Ausbildungsleitung kontinuierlich begleitet und unterstützt.

Inhalte
  • Sexuelle Gewalt als Herausforderung für die Kinder- und Jugendarbeit
  • Gefährdungsanalyse: Ein organisationsspezifisches Schutzkonzept
  • Schutzmaßnahmen auf
    der Ebene der Institution und auf der Ebene der Kinder und Jugendlichen
  • Krisenmanagement: Umgang mit dem Vorwurf sexueller Übergriffe
Ziele

Organisationen brauchen eine Gesamtstrategie zur Prävention sexueller Gewalt, um das Risiko von Übergriffen in der Jugendarbeit zu verringern und potentielle Täter/innen abzuschrecken. Die Teilnehmenden lernen, die zur Implementierung von Schutzmaßnahmen notwendigen Prozesse in Jugendorganisationen zu unterstützen und zu begleiten. Die beteiligten Organisationen erhalten fachliche Unterstützung bei der Einführung von Elementen zur strukturellen Prävention sexueller Gewalt.

Zielgruppe
  • Fachkräfte mit pädagogischer
    und/oder organisatorischer Verantwortung
  • Ehrenamtliche in verantwortlicher
    Funktion, die sich zum/zur „Fachkraft für strukturelle Prävention sexueller
    Gewalt in der Jugendarbeit“ qualifizieren möchten

Eine aktive Unterstützung bei den erforderlichen Entwicklungsprozessen durch die Einrichtung/ den Träger ist Teilnahmevoraussetzung.